Wachsende Zahl an Campussen stärkt Deutschlands Innovationsökosystem

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Im jüngst veröffentlichten Globalen Wettbewerbsbericht 2018, dem jährlichen Ranking der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, hat Deutschland sich auf Platz 3 etablieren können (die Niederlande fielen von Platz 4 auf 6). Ein wichtiger Faktor für die gute Platzierung Deutschlands ist der hohe Punktestand für „ein einzigartiges und zukunftsorientiertes Innovationsökosystem“. „Dieser Super-Innovator übernimmt weltweit die Führungsposition im Bereich Innovationsfähigkeit. Das liegt an der großen Zahl an Patenten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie der Qualität der Forschungseinrichtungen. Aber auch anspruchsvolle Kunden fordern die Unternehmen immer wieder zu Innovationen heraus. Außerdem gibt es einen lebendigen Wirtschaftssektor, um Innovationen auf den Markt zu bringen“, so Prof. Henk Volberda von der Erasmus-Universität Rotterdam und dem Erasmus Centre für Business Innovation, dem Partnerinstitut des Weltwirtschaftsforums, das den Index jedes Jahr zusammenstellt.

Einen immer wichtigeren Teil dieses „Innovationsökosystems“ bilden die Campusse, die, häufig von großen Industrieunternehmen finanziert, überall im Land entstehen. Im Gegensatz zu früher finden Innovationen immer seltener ausschließlich innerhalb der Unternehmen statt, sondern in Zusammenarbeit mit Dritten auf einem Campus. Bosch verfügt inzwischen u.a. über eine IoT Campus in Berlin. Siemens baut seit 2006 an einem großen Campus in Erlangen, wo der Schwerpunkt deutlich auf Offenheit und Transparenz gelegt wird. 2020 soll der Bau des Forschungs- und Entwicklungscampus an der Hauptniederlassung von B&R Industrial Automation direkt an der Grenze im österreichischen Eggelsberg fertig werden. Eine Einrichtung, die, dank einer zusätzlichen Investition von 100 Millionen Euro des Mutterunternehmens ABB, dreimal so groß wurde wie ursprünglich geplant. Und auch Lenze hat im vergangenen Jahr mit dem Bau des Mechatronics Competence Campus in Extertal (Nordrhein-Westfalen, Investitionen etwa 50 Millionen Euro) begonnen, das 2020 in Betrieb gehen wird. Von einem reinen Antriebslieferanten hat sich Lenze in den vergangenen Jahren zu einen Anbieter für Maschinenautomatisierungslösungen entwickelt. Um dieser Rolle gerecht werden zu können, suche und finde das Unternehmen „offene“ Zusammenarbeit und Co-Creation inner- und außerhalb der eigenen Organisation, so CEO Christian Wendler.

Link Magazin: Digitalisierung erfordert grenzüberschreitende zusammenarbeit
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