?Bronkhorst High-Tech entwickelt Durchflussmessgeräte für nachhaltige Anwendungen

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„Meister in den kleinsten Regionen des Durchflussbereichs“

Der Entwickler und Hersteller von Durchflussmessern, Bronkhorst, wächst und bleibt auch weiter innovativ. Eine vielversprechende Entwicklung ist die Ultraschall-Durchflussmessung. In Deutschland gibt es bereits großes Interesse daran. „Ein idealer Durchflussmesser für den kleinen Durchflussbereich, beispielsweise für Anwendungen auf den Gebieten Lebensmittel, Pharmazie und Medizin.“

Bronkhorst High-Tech entwickelt, produziert und verkauft Durchflussmesser und -regler für Flüssigkeiten und Gase. Im Unternehmen sind derzeit etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt. Der Hauptsitz ist im ostniederländischen Ruurlo gelegen, wo mehr als 300 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung, Produktentwicklung und Montage arbeiten. Ein weltweites Distributionsnetzwerk bedient unterschiedliche Märkte von der Lebensmittel- und Pharmaindustrie über die Medizin- und Labortechnik bis zur Halbleiter- und Glasproduktion sowie der Chemie-, Gas- und Ölindustrie. Bronkhorst ist Marktführer in Europa mit Deutschland als wichtigstem Absatzmarkt.

Intensive Besprechung

Außer einzelnen Instrumenten liefert Bronkhorst High-Tech komplette Subsysteme nach den Wünschen des Kunden. Der Zusammenbau von Durchflussmessern, -reglern und Zubehör durch Bronkhorst garantiert Qualität und erspart dem Kunden viel Arbeit und mögliche Probleme (man denke an Lecks). Solche „Flow Solutions“ werden nach intensiver Besprechung zwischen Bronkhorst und den Kunden spezifiziert. Aber auch bei anderen Produkten sei Kontakt erwünscht, erzählt Geschäftsführer Henk Tappel. „Sogar beim simpelsten Instrument muss der Kunde bereits sieben bis acht Entscheidungen treffen. Das fängt bei den Gasen oder Flüssigkeiten an, die er messen möchte. Dann geht es weiter mit der Art der Dichtung, dem Druckbereich mit der jeweiligen Druckkraft, dem Durchflussbereich und der Arbeitstemperatur. Dann ist da noch die Frage, wie er mit dem Messgerät „reden“ möchte, welches industrielle Busprotokoll er nutzen möchte. Über all diese Dinge sprechen wir am liebsten vorher mit den Kunden, um sicher zu gehen, dass sie die richtige Wahl treffen. Wir denken bereits über einen Produktkonfigurator nach, aber es geht doch um mehr als nur darum, ein paar Optionen anzukreuzen. Es müssen auch Berechnungen durchgeführt werden, beispielsweise Umrechnungsfaktoren zum Messen des Gemisches aus Gasen oder Flüssigkeiten.“

Ultraschall

Bronkhorst bleibe weiterhin innovativ im Bereich der Messtechnologie, erklärt Tappel. Bei der neuesten Entwicklung handelt es sich um die Ultraschall-Durchflussmessung. Die Funktion beruht auf dem Messen der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Schallwellen in einem dünnen, geraden Sensorröhrchen. Dieses Messprinzip kann den Volumenfluss unabhängig von der Art der jeweiligen Flüssigkeit erfassen, weshalb die Kalibration für jede einzelne Flüssigkeit überflüssig wird. Die Messsensoren befinden sich an der Außenseite, deshalb tritt kein Widerstand im Flüssigkeitsstrom auf. Das erlaubt hochpräzise Messungen, verhindert Verschmutzung und vereinfacht den Wartungs- und Pflegeunterhalt. „Es ist fast der ideale Durchflussmesser für den kleinen Durchflussbereich. Wir stehen am Anfang der Applikationsentwicklung, und aus Deutschland wird bereits großes Interesse signalisiert. Mit einigen deutschen Kunden werden wir jetzt konkrete Anwendungen ausarbeiten.“

Nachhaltige Entwicklung

Der neue Ultraschall-Durchflussmesser ist besonders geeignet für Anwendungen im Lebensmittel-, Pharmazie- und Medizinbereich. Das knüpfe an die „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der UN an, erzählt Tappel. „Insgesamt sind es siebzehn Ziele, und bei bestimmt zehn davon können unsere Durchflussmesser eine Rolle spielen.“ Er nennt u.a. saubere Energie (beispielsweise Produktion von Solarzellen), Bekämpfung des Hungers (Lebensmittelverarbeitung), Gesundheit (Herstellung von Medikamenten) und industrielle Innovationen. „Wir sind Meister in den Regionen des kleinen Durchflussbereichs. Das ist wichtig beim präzisen Dosieren von Ingredienzien. Viele Wasserleitungen bestehen beispielsweise noch aus Blei. Bestimmte Zusätze im Wasser können verhindern, dass sich das Blei herauslöst und konsumiert wird.“

Intelligente Nutzung

Auch in diesem Jahr wird Bronkhorst selbstverständlich wieder auf der Hannover Messe vertreten sein. Das Messethema „Integrated Industry – Industrial Intelligence“ habe große Relevanz, betont Tappel. „Wir machen unsere Geräte immer intelligenter. Sie liefern nicht nur direkte Messergebnisse, sondern auch Informationen zum Prozess und eigenen Zustand, man denke hier an Verschmutzung oder Nachweise einer modifizierten Zusammensetzung einer Gas- oder Flüssigkeitsmischung. Die große Frage ist, wie wir Kunden sicheren Zugang zu den Daten geben können. Können wir ihre Firewall passieren, müssen wir jedes Gerät mit einem Mobilchip ausstatten? Eine ganze Reihe von Gremien sind mit der Standardisierung von Protokollen beschäftigt. Wir sind auf dem Laufenden.“ So setzt Bronkhorst auch weiterhin auf kontinuierliche Kommunikation.

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